Veröffentlicht: 22.01.2011 unter Ortsvereine

Kurzentrum Bad Suderode

SPD Ortsverein Quedlinburg wendet sich an Wirtschaftsminister Reiner Haseloff

Der SPD-Ortsverein Quedlinburg hat sich im Hinblick auf die Situation des Kurzentrums Bad Suderode in einem Schreiben an Wirtschaftsminister Reiner Haseloff gewandt. Nachdem man bereits Finanzminister Jens Bullerjahn eingeschaltet habe, sei es nunmehr auch notwendig, den Wirtschaftsminister aufzufordern, im Hinblick auf eine weitere Unterstützung aktiv zu werden, erklärte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Steppuhn.

„Die Bedeutung des Kurzentrums für die Region ist bekannt und unstrittig“, so Steppuhn. „Hier geht es letztendlich um eine zentrale touristische Einrichtung mit erheblichen Synergieeffekten für Wirtschaft und Arbeitsplätze. Deshalb unterstützt die Quedlinburger SPD auch gerne die diesbezüglichen Bemühungen des Oberbürgermeisters gegenüber der Landesregierung.“

Steppuhn unterstrich weiter, der SPD-Ortsverein Quedlinburg setze sich nicht nur für einen Fortbestand des Kurzentrums Bad
Suderode ein, sondern sehe hierbei ganz besonders auch das Land Sachsen-Anhalt in der Pflicht. Er warnte Wirtschaftsminister Haseloff zugleich davor, sich aus dieser Verantwortung zu ziehen. Dieser müsse als zuständiger Minister schnellstmöglich tätig werden, um den weiteren Betrieb des Kurzentrums sicher zu stellen und Schaden für die Region abzuwenden.

Veröffentlicht: 22.01.2011 unter Ortsvereine

BMX-Strecke wird angepackt

Blankenburgs junge Skateboarder und Fahrrad-Crosser machen ernst. Sie kämpfen für eine geeignete Fläche für ihre rasanten Hobbys. Bei einem ersten gemeinsamen Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Jugendclubs und Vereine sowie von Eltern wurden erste Schritte vereinbart, wie auch kurzfristig ein sogenannter Playground geschaffen werden könnte.

Blankenburg. Sie fahren auf Parkplätzen vor Einkaufsmärkten und in Tiefgaragen. Allerdings zum Ärger der Eigentümer, der Autofahrer und Fußgänger. “Meistens werden wir weggejagt”, schildert einer der jungen Fahrrad-Crosser am Dienstagabend im Jugendzentrum im Georgenhof. Mehr als 30 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren pflichten ihm lautstark bei.

Für ihre Hobbys, BMX und Skateboarden, fehlt es in Blankenburg an einem geeigneten Terrain samt den dazugehörigen Aufbauten, um Tricks und Stunts zu probieren. Das vor Jahren angelegte Areal auf dem Bolzplatz hinter dem Sportforum ist mit der Zeit zugewuchert. “Die Bahn müsste neu hergerichtet werden. Da kann man nicht mehr fahren”, so einer der BMX-Fans, die sich auf der sogenannten “Dirt” schon mehrere Reifen platt gefahren haben.

Für Jugenddiakon Carsten Reimers, der seit Monaten das Thema intensiv verfolgt, steht fest: “Wir brauchen jetzt eine Lösung! Die Kinder wollen raus. Es muss doch auch schneller gehen.” Denn Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass es oft Jahre dauert, bis solch ein Vorhaben alle politischen und verwaltungsinternen Hürden genommen hat. Von der Finanzierung ganz zu schweigen. “In Dresden-Prohlis hat man sich neun Jahre gequält”, schildert Manuela Hasenfuß, die für die BauBeCon als Quartiersmanagerin in Blankenburg eingesetzt ist. Allerdings macht sie den Jugendlichen auch Mut: Denn über das Förderprogramm Soziale Stadt konnte in dem Dresdner Stadtteil binnen zwei Jahren ein großer BMX-Park entstehen. Deshalb rät sie auch, mit den Dresdnern in einen Erfahrungsaustausch zu treten. Denn: Auch Blankenburg kann in den Genuss von Fördergeld aus diesem Programm kommen, wenn die Anträge korrekt gestellt und begründet sind.

Dienstag: Bastelstunde
Für großen Beifall unter den Jugendlichen sorgen auf dem ersten öffentlichen Treffen zum Thema BMX-Anlage zwei Angebote von Gästen des Abends. Christian Tobien, Vorstand des hiesigen Motorsportclubs, hat dabei ebenso seine Hilfe angeboten, wie die Blankenburger Wohnungsgesellschaft (BWG). Sie hat den Jugendlichen eine Fläche im Regensteinsgebiet zugesichert, die sie als BMX-Strecke herrichten können. Allerdings müssen dazu noch rechtliche Voraussetzungen, wie beispielsweise eine günstige Vereinsmitgliedschaft geklärt werden.

Ganz schnell angegangen wird die Planung der künftigen Anlage. Bereits kommenden Dienstag, 25. Januar, treffen sich Skater und Biker wieder um 18 Uhr im Georgenhof, um erste Modelle zu entwerfen. In den Winterferien soll es an die Details gehen. Bis dahin wollen sich die Jugendlichen auch selbst auf die Suche nach Sponsoren machen, die bei notwendigen Bauarbeiten helfen könnten. Auch eine Spendenaktion wird am Abend angeregt. Und ein Vor-Ort-Termin mit allen Beteiligten. Ein Anfang ist damit gemacht.

Urheber von Text und Bild:
Harzer Volksstimme in der Fassung vom 20.01.2011, Jens Müller

Veröffentlicht: 16.01.2011 unter Ortsvereine

SPD gegen Dreiklassenmedizin

Siegfried Siegel, Wernigeröder Stadtrat und sozial- demokratischer Landtagskandidat für den Harz, kündigte den öffentlichen Bürgerstammtisch der SPD moderierend schon zu Beginn der Veranstaltung an: Das Thema Gesundheitspolitik ist schwierig – aber das, was die CDU-FDP-Bundesregierung hier als Reform verkaufen will, ist Lobbypolitik, bei der der Patient auf der Strecke bleibt.” Dem stimmte der kompetente Gesprächspartner, der praktizierende Arzt Dr. Matthias Bosse aus Wernigerode zu. Er bezeichnete die Gesundheitsreform des FDP-Ministers Rößler als “billige Nummer”, da “nur die Beiträge erhöht werden und neue Ungerechtigkeiten im System geschaffen werden, wie das Einfrieren des Arbeitgeber-Beitrages in der Krankenversicherung.” Mit Blick auf die SPD-Vorgängerin im Amt des Gesundheitsministers ergänzte Dr. Bosse: “Ulla Schmidt hatte viele Kritiker, aber eines muss man ihr zugestehen: Handwerklich hat sie eine gute Arbeit gemacht.” Wie schwierig das Thema als solches ist, sah man auch an den Akten und Unterlagen, die vor Siegfried Siegel und Dr. Bosse auf dem Tisch lagen. Gleichwohl betonten die Gäste des Stammtischs, dass sie das SPD-Konzept von einer Bürgerversicherung, in die alle einzahlen und die alle Einkommensarten, also auch Zins- und Mietgewinne berücksichtigt, favorisieren. Siegfried Siegel zitierte eine Studie, dass nach der Einführung einer Bürgerversicherung die Beiträge für die Krankenversicherung sogar um 2,2% sinken würden. Dem stimmte Dr. Bosse zu und ergänzte, dass auch im System selbst große Einsparungsmöglichkeiten herrschen: “Laut OECD-Bericht hat Deutschland die meisten Krankenhausbetten pro Kopf und die höchste Liegezeit von Patienten – das sind erhebliche Kosten. Außerdem sollten noch viel mehr Kassen fusionieren, zurzeit haben wir doch einen Wettbewerb z.B. zwischen AOK und Barmer wie früher zwischen HO und Konsum”, warb der Arzt für einen qualitativen und nicht einen Prämien-Wettbewerb zwischen den Kassen – ohne diesen jedoch “den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen”. Selbstkritisch nahm er auch seinen Berufsstand nicht aus: “Während in Schweden ein Arzt 19 Minuten Zeit hat für ein (bezahltes) Patientengespräch sind es in Deutschland nur 8 Minuten. Da werden viel zu oft und zu schnell kostenintensive Überschreibungen ausgestellt, anstatt sich eben über die 8 Minuten hinaus mal mit dem Patienten intensiver zu befassen”, so Dr. Bosse, dessen guter Ruf als Arzt ihm bekanntermaßen stets eine volle Praxis beschert – doch nicht nur von Patienten: “Heute war eine Pharmavertreterin bei mir, die ein neues teures Blutgerinnungsmittel anpries, das nach Operationen, wie dem Einsetzen eines Stents, 20% weniger Komplikationen verspricht. Ich sagte zu ihr: Wenn diese Patienten drei bis viermal die Woche eine Stunde wandern würden, hätten wir 50% weniger Komplikationen”, wies Dr. Bosse auch auf die Selbstverantwortung der Patienten hin. Die Gäste der Veranstaltung stimmten abschließend Siegfried Siegel zu, als dieser für das Konzept der SPD warb und sagte, dass das Ideal für die Sozialdemokraten die Aussage ist: “Wenn Du krank bist, wirst Du nicht arm – und wenn Du arm bist, wirst Du nicht krank”.

Veröffentlicht: 10.01.2011 unter Ortsvereine

SPD – Ich will da rein!

Was macht man in einer Partei? Gehöre ich da überhaupt hin? Was wird mich dort erwarten? Kostet das was? Habe ich überhaupt Zeit dafür?

Diese Fragen sind sicher nur ein paar wenige der Fragen, die sich stellen, wenn man mit dem Gedanken spielt in eine Partei einzutreten. Auch ich habe mir diese Fragen des öfteren gestellt und den Gedanken eines Eintritts immer wieder verworfen. Sicher, Geschichte und Politik haben mich schon immer beschäftigt und auch die Entwicklungen in meinem Heimatland beäugte ich bisweilen mit Argwohn. Doch reichte mir das, um einen Eintritt in eine Partei für mich selbst zu rechtfertigen? Oder wenn ja, womit kann ich selbst dort dienlich sein?

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass in unserem Land sehr viele sich dieser oder ähnlicher Gedanken annehmen oder Überlegungen in diese Richtungen anstellen.Auch glaube ich, dass der Wille zur Mitgestaltung im Inneren vieler Menschen absolut vorhanden ist, insbesondere in Zeiten größer werdender Ungerechtigkeit und dem Verfall von Solidarität unter den Menschen. Einstweilen fehlt aber möglicherweise nur noch der letzte, mutige Schritt oder die hilfreichen und vielleicht auch motivierenden Erfahrungen eines neuen Parteimitgliedes. Diesem Ziele sollen die wenigen Zeilen dieses Erfahrungsberichtes dienen.

Eine Sympathie für die Geschichte und die Werte der Sozialdemokratie sowie auch Interesse am Wirken der SPD sind bei mir schon sehr lange vorhanden und wie ich aus zahlreichen Gesprächen erfahren habe, auch bei vielen anderen Menschen. Doch die Entscheidung sich in Konsequenz dann für die SPD aktiv zu engagieren ist dann oftmals noch lange nicht getroffen. Und das häufig aus Unsicherheit vor dem was „einen da erwartet“.

Doch was konkret erwartete mich denn?

Engagierte, freundliche und aufgeschlossene Jusos, die mich aufgrund meines eher jüngeren Alters sofort mit zum nächsten Juso-Treffen nahmen, oder ein Ortsverein der nicht nur mich als Neumitglied freundlich in Ihre Reihen aufnahm, oder eine Landesdelegiertenkonferenz der Jusos- bei der man sich aktiv einbringen konnte und die sofort das politische Mitgestalten greifbar werden lies, oder eine politische Bildungsfahrt nach Berlin, die unschätzbare Informationen bot und Politik wirklich lebendig machte! Neben zahlreichen interessanten politischen Gesprächen kam es aber auch zu Bekanntschaften, die Unterhaltungen zu anderen Themen möglich machten und so ergaben sich Gemeinsamkeiten mit Parteimitgliedern die über ein politisches Miteinander hinausgingen. Somit entwickelten sich neben zahlreichen sachbezogenen Diskussionen auch schnell Gespräche mit ganz unterschiedlichen und stets spannenden Themen. Nicht nur das Kennenlernen von zahlreichen stets freundlichen und hilfsbereiten Menschen haben meinen Parteieintritt so angenehm gestaltet, sondern auch die damit verbundene Verknüpfung an Informationsquellen zu allen politischen Themen ist mehr als lohnenswert!

Diese kurze Schilderung soll keine Parteiwerbung im eigentlichen Sinne darstellen, nein- sie soll ein Erfahrungsbericht eines neuen SPD Mitglieds sein und soll all denen eine Ermutigung sein, Politik erlebbar für sich selbst zum machen- wenn die Überzeugung zwar vorhanden ist aber die Zweifel dieser noch obsiegen!

Tobias Kascha, Wernigerode