Veröffentlicht: 10.01.2011 unter Ortsvereine

SPD – Ich will da rein!

Was macht man in einer Partei? Gehöre ich da überhaupt hin? Was wird mich dort erwarten? Kostet das was? Habe ich überhaupt Zeit dafür?

Diese Fragen sind sicher nur ein paar wenige der Fragen, die sich stellen, wenn man mit dem Gedanken spielt in eine Partei einzutreten. Auch ich habe mir diese Fragen des öfteren gestellt und den Gedanken eines Eintritts immer wieder verworfen. Sicher, Geschichte und Politik haben mich schon immer beschäftigt und auch die Entwicklungen in meinem Heimatland beäugte ich bisweilen mit Argwohn. Doch reichte mir das, um einen Eintritt in eine Partei für mich selbst zu rechtfertigen? Oder wenn ja, womit kann ich selbst dort dienlich sein?

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass in unserem Land sehr viele sich dieser oder ähnlicher Gedanken annehmen oder Überlegungen in diese Richtungen anstellen.Auch glaube ich, dass der Wille zur Mitgestaltung im Inneren vieler Menschen absolut vorhanden ist, insbesondere in Zeiten größer werdender Ungerechtigkeit und dem Verfall von Solidarität unter den Menschen. Einstweilen fehlt aber möglicherweise nur noch der letzte, mutige Schritt oder die hilfreichen und vielleicht auch motivierenden Erfahrungen eines neuen Parteimitgliedes. Diesem Ziele sollen die wenigen Zeilen dieses Erfahrungsberichtes dienen.

Eine Sympathie für die Geschichte und die Werte der Sozialdemokratie sowie auch Interesse am Wirken der SPD sind bei mir schon sehr lange vorhanden und wie ich aus zahlreichen Gesprächen erfahren habe, auch bei vielen anderen Menschen. Doch die Entscheidung sich in Konsequenz dann für die SPD aktiv zu engagieren ist dann oftmals noch lange nicht getroffen. Und das häufig aus Unsicherheit vor dem was „einen da erwartet“.

Doch was konkret erwartete mich denn?

Engagierte, freundliche und aufgeschlossene Jusos, die mich aufgrund meines eher jüngeren Alters sofort mit zum nächsten Juso-Treffen nahmen, oder ein Ortsverein der nicht nur mich als Neumitglied freundlich in Ihre Reihen aufnahm, oder eine Landesdelegiertenkonferenz der Jusos- bei der man sich aktiv einbringen konnte und die sofort das politische Mitgestalten greifbar werden lies, oder eine politische Bildungsfahrt nach Berlin, die unschätzbare Informationen bot und Politik wirklich lebendig machte! Neben zahlreichen interessanten politischen Gesprächen kam es aber auch zu Bekanntschaften, die Unterhaltungen zu anderen Themen möglich machten und so ergaben sich Gemeinsamkeiten mit Parteimitgliedern die über ein politisches Miteinander hinausgingen. Somit entwickelten sich neben zahlreichen sachbezogenen Diskussionen auch schnell Gespräche mit ganz unterschiedlichen und stets spannenden Themen. Nicht nur das Kennenlernen von zahlreichen stets freundlichen und hilfsbereiten Menschen haben meinen Parteieintritt so angenehm gestaltet, sondern auch die damit verbundene Verknüpfung an Informationsquellen zu allen politischen Themen ist mehr als lohnenswert!

Diese kurze Schilderung soll keine Parteiwerbung im eigentlichen Sinne darstellen, nein- sie soll ein Erfahrungsbericht eines neuen SPD Mitglieds sein und soll all denen eine Ermutigung sein, Politik erlebbar für sich selbst zum machen- wenn die Überzeugung zwar vorhanden ist aber die Zweifel dieser noch obsiegen!

Tobias Kascha, Wernigerode

Veröffentlicht: 06.01.2011 unter Ortsvereine

Zustiftung für Moses-Mendelssohn-Akademie

 Halberstädter Tageblatt vom 05.01.2011

„Land zeigt Vertrauen in die Qualität der Arbeit“   „Konnten unsere Arbeit auf verschiedenen Ebenen vorstellen.“   „Können wieder stärker in die wissenschaftliche Arbeit einsteigen.“

Von Sabine Scholz

Noch kurz vor dem Jahreswechsel gab es die gute Nachricht – Land und Vorstand der Stiftung Moses-Mendelssohn-Akademie unterzeichneten einen Vertrag. Damit wird das Grundvermögen der Stiftung um drei Millionen Euro aufgestockt.  

Halberstadt. Jutta Dick ist die Erleichterung anzumerken. Das vergangene Jahr war mal wieder eines der aufregenderen. Denn es war unklar, ob die Moses-Mendelssohn-Akademie (MMA) im Jahr 2011 noch existieren wird.

Grund für dieses Szenario war die chronische Unterfi nanzierung der Einrichtung. „Wir brauchen im Jahr 150 000 Euro für die zwei Personalstellen und die Betriebskosten“, sagt die Direktorin. Zwar gab es seit 1998 Projektförderungen durch das Land – aber die decken keine Personal- und Fixkosten. Seit 2003 fördert das Land die MMA auch mit Zuschüssen für die Personalkosten. Die Stadt unterstützte ebenfalls, und dennoch gelang es seit 2005 nur dank des Einsatzes der Moses-Mendelssohn-Familienstiftung in Erlangen, die Arbeit in der Halberstädter Akademie zu ermöglichen. „Damit wir inhaltliche Arbeit leisten können und nicht nur Immobilien verwalten“, sagt Jutta Dick.  

Prof. Dr. Julius Schoeps und Manfred Wolff, Vorstandsmitglieder der Stiftung MMA, sehen in dem nun geschlossenen Vertrag mit dem Land „einen ersten richtigen Schritt in die langfristige Sicherung der Akademie“, sagte Schoeps nach der Vertragsunterzeichnung im Kultusministerium.   Und Manfred Wolff betonte, dass er sehr dankbar sei, dass das Land Vertrauen in die Qualität der Arbeit zeige sowie das Bestreben, die Arbeit kontinuierlich fortzuführen.

Die Kultusministerin Prof. Brigitta Wolff hatte sich im November intensiv mit der Einrichtung und der Arbeit hier vor Ort befasst und sieht das Potenzial, dass die MMA auch für das Land Sachsen-Anhalt bietet. „Das war das Positive am vergangenen Jahr, dass wir dank der Debatte unsere Arbeit auf sehr unterschiedlichen Ebenen vorstellen konnten“, sagt Jutta Dick.  

Bereits im Januar 2010 hatte das Land mit dem Haushaltsbeschluss 2010/2011 fünf Millionen für die MMA einge plant, die als Zustiftung für das Grundvermögen der MMA (das nur aus den Immobilien besteht) in zwei Raten fl ießen sollten. Einmal drei Millionen, einmal zwei Millionen. Nun gab es aber haushaltstechnisch einen formalen Fehler. Der machte die Umsetzung dieser Zustiftungs idee – mit der das Land langfristig aus der Förderung aussteigen will, weil die Zinsen die laufenden Kosten decken sollen – schwierig.

Sehr engagiert wirkte der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Miesterfeldt daran, das Problem zu lösen, unterstützt von Dr. Detlef Eckert   von der Linkspartei. Auch die CDU-Abgeordnete Frauke Weiß klinkte sich in die Diskussion ein, lud den Arbeitskreis Kultur ihrer Fraktion nach Halberstadt ein.

Letztlich kam alle Aufregung zu einem guten Ende, die drei Millionen Euro sind vom Land überwiesen. Der MMA kommt, so steht es im Vertrag mit denn Land, eine bedeutende Rolle bei der Bewahrung und zur Pflege des jüdischen Erbes und der jüdischen Geschichte Sachsen-Anhalts zu.  

„Nun können wir uns endlich wieder mehr um die inhaltliche Arbeit, um Seminare, Kontaktpfl ege, Forschung kümmern“, freut sich Jutta Dick. Für die Arbeit vor Ort engagieren sich auch rund 20 Ehrenamtliche – als Museumsaufsicht, im Büro, in der Archivarbeit. Die Schulprojekte, Begegnungen und Vorträge der MMA stoßen auf großes Interesse, ebenso wie die Unterstützung, die die Halberstädter anderen Projekten zur Erforschung der jüdischen Geschichte angedeihen lassen – so in Oschersleben, Bernburg, Eisleben und Sangerhausen. „Das wächst“, sagt Jutta Dick und verweist auf die Kooperation mit dem Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäischjüdische Geschichte in Postdam und mit der Universität in Halle. „In die wissenschaftliche Arbeit können und wollen wir nun wieder stärker einsteigen“, blickt die Direktorin voraus.

Erleichtert sind alle Akteure auch darüber, nun nicht immer wie ein Bittsteller auftreten zu müssen – wobei die Einrichtung nicht aus heiterem Himmel nach Halberstadt kam, sondern auf eine Bitte der Stadt hin geschaffen wurde.  

 

Veröffentlicht: 20.12.2010 unter Ortsvereine

Andreas Steppuhn: Kurzentrum in Bad Suderode muss eine Zukunft haben

Der Quedlinburger SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Steppuhn hat sich dafür ausgesprochen, alle Anstrengungen zu unternehmen, um dem Kurzentrum Bad Suderode eine Zukunft zu geben.

„Das Kurzentrum hat einen hohen Stellenwert für das Umland von Quedlinburg und für die gesamte Harzregion“, erklärte Steppuhn. „Hier sehe ich das Land in der Pflicht dabei mitzuhelfen, dem Kurzentrum eine Perspektive und eine sichere Zukunft zu geben.“

Es sei klar, dass die Stadt Quedlinburg das Finanzierungsproblem nicht alleine stemmen könne, führte der SPD-Ortschef weiter aus. Deshalb sei es auch wichtig, das Kurzentrum mit privaten Initiativen zu unterstützen. Insbesondere die Hoteliers der Region müssten ein Interesse daran haben, dass eine Kureinrichtung dieser Güte Bestandteil des touristischen Angebotes bleibe.

Steppuhn kündigte an, im Hinblick auf eine weitere Unterstützung des Kurzentrums in Bad Suderode das Gespräch mit Finanzminister Jens Bullerjahn zu suchen.

Veröffentlicht: 14.12.2010 unter Ortsvereine

SPD Quedlinburg unterstützt DGB-Vorschlag zu einer Bürgerversicherung

Andreas Steppuhn informiert in seiner Sprechstunde zu SPD-Positionen

Der SPD-Ortsverein Quedlinburg begrüßt nachdrücklich die vom Deutschen Gewerkschaftsbund vorgestellten Pläne für eine neue Gesundheitsreform, die durch Einführung einer Bürgerversicherung unter Einbeziehung von Beamten und Selbständigen eine Senkung der Krankenkassenbeiträge um bis zu 2,5 % beinhaltet.

„Die Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Bundesregierung stößt bundesweit auf immer größeren Widerstand“ stellt der Ortsvorsitzende und Landtagskandidat der SPD Andreas Steppuhn fest. „Der Vorschlag der DGB-Kommission hätte nicht nur eine Senkung der Beitragssätze zur Folge, sondern bedeutet vor allem eine Rückkehr zum Solidaritätsprinzip in der Krankenversicherung, von dem sich CDU und FDP längst verabschiedet haben.“

Informationen über die sozialdemokratischen Positionen zu diesem Thema bietet Andreas Steppuhn in seiner nächsten Bürgersprechstunde am Freitag, dem 17. Dezember an. Von 16:00 bis 17:30 Uhr sind alle interessierten Bürge­rinnen und Bürger im SPD-Büro Zwischen den Städten 4 herzlich willkommen und haben dort Gelegenheit, sich an der Unterschriftenaktion gegen die Kopfpauschale und für eine Bürgerversicherung zu beteiligen. Natürlich steht Andreas Steppuhn auch für andere Fragen und Anliegen zur Verfügung.