Veröffentlicht: 11.08.2010 unter Ortsvereine

Schloss-Retter werben für Unterstützung ihrer Sanierungspläne

André Gast, Christa Grimme, Reinhilde Gebhardt, Frank Haseley und Falk Götzel vom Verein "Rettung Schloss Blankenburg" führten Finanzminister Jens Bullerjahn durch das Große Schloss. Nicht im Bild: Stadtrat Heinz Grimme und Investitionsbank-Chef Manfred Maas.Zu einem Informationsgespräch besuchte der stellvertretende Ministerpräsident Jens Bullerjahn gemeinsam mit dem Chef der Investitionsbank Manfred Maas das Große Schloss in Blankenburg. Eingeladen hatte die stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD Harz Christa Grimme, die sich seit Jahren ehrenamtlich für den Erhalt des Schlosses einsetzt. An dem Informationsbesuch nahmen ebenfalls der Landtagsabgeordnete Dr. Ronald Brachmann sowie der Ortsvereinsvorsitzende Heinz Grimme teil. Bei einem kurzen Rundgang durch die Räume, den Reinhilde Gebhardt im historischen Kostüm anführte, gab es Informationen zur Historie des Baus, ergänzt durch Informationen zu den Bauschäden, die durch den jahrelangen Leerstand des Gebäudes entstanden sind. Allein für die Notsicherung des Gebäudes sind jährlich bis 7000000 € nötig.

Erfreut zeigte sich der Finanzminister darüber, dass derzeit aus dem Konjunkturprogramm II 2,28 Millionen € zum Einsatz kommen, die kürzlich ausgereicht wurden. Mit den jetzt erfolgeten Mittelzuweisungen wird der Theaterflügel des Großen Schlosses saniert. Für ihn steht eine Nutzung fest. In dem für Blankenburg größten Saal sollen wieder Theateraufführungen und Konzerte stattfinden. Ein Ausstellungsraum und das Besuchercafé werden ebenfalls so hergerichtet, dass sie auch beheizbar und im Winter nutzbar sind.

Angesichts der noch benötigten Geldmittel sicherten der Finanzminister und Manfred Maas zu, sich bei entsprechenden Stiftungen und anderen Förderern für das Schloss einzusetzen.

Ein besonderes Lob zollte Jens Bullerjahn den ehrenamtlich Tätigen, die im Schloss jeden Samstag von 14.00 bis 16.00 Uhr Führungen anbieten und in einem kleinen Café für die Beköstigung der Gäste sorgen sowie Konzerte und Veranstaltungen organisieren. “Wir werden schauen, wo wir helfen können. Für uns ist es wichtig zu wissen, wo die Reise hingeht.” so Jens Bullerjahn.”

Quelle (Bild): Harzer Volksstimme vom 11.08.2010
Verfasser und Urheber (Bild): Jens Müller

Veröffentlicht: 10.08.2010 unter Ortsvereine

Jusos aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen diskutieren auf 2. Harzer Juso Kongress

Bereits zum zweiten Mal trafen sich Jusos aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, um sich in Wernigerode gemeinsam über verschiedenste politische Themen auszutauschen. Den Anfang machte eine Diskussion mit dem Finanzminister Sachsen-Anhalts und Spitzenkandidat der SPD für die kommende Landtagswahl, Jens Bullerjahn, zum Thema Entschuldungsmöglichkeiten von Kommunen. Das Konzept der Teilentschuldung findet laut Bullerjahn bei den Kommunen in Sachsen-Anhalt großen Anklang und wurde auch von den Kongress-Teilnehmern weitgehend positiv diskutiert.

Am folgenden Kongress-Tag stellte Andreas Steppuhn den Jusos das Konzept der Sozialen Bürgerarbeit vor. Unter dem Prinzip „Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren“ sollen Angebote für Langzeitarbeitslose geschaffen werden, gemeinwohlorientierte Arbeit auf freiwilliger Basis und vor allem mit angemessenen Löhnen auszuüben. Die Soziale Bürgerarbeit soll unter Einbeziehung von Sozialverbänden, Kommunen und anderen an einem Runden Tisch weiterentwickelt werden.

Beim dritten thematischen Block des Kongresses ging es um die öffentliche Daseinsvorsorge und was Kommunen leisten können und müssen. Hierzu konnte der SPD-Landeschef Olaf Lies als Diskussionspartner gewonnen werden. Lies setzte mit seinen Argumenten eine lebendige Diskussion in Gang. In der daraufhin erarbeiteten Abschlusserklärung der Juso-Gliederungen in Goslar und Harz heißt es dazu „Die soziale Aufgabe der Kommune als Keimzelle der Demokratie darf keinesfalls vernachlässigt werden.“.

Zum Abschluss besuchten die Jusos noch die Innenstadt Wernigerode mit einem Infostand und unterzeichneten eine Erklärung „Gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit – Für eine tolerante und weltoffene Harzregion“.

Der erfolgreiche und gut besuchte Kongress hat die Organisatoren darin bestärkt, die begonnene Tradition eines Harzer Juso-Kongresses auch in Zukunft fortzusetzen und über Ländergrenzen hinweg zusammenzuwachsen.

Veröffentlicht: 04.08.2010 unter Ortsvereine

Jedem Kind sein Verein

Die Gründungsmitglieder des Fördervereins "Jedem Kind sein' Verein" (von links): Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Pierre Rühmkasten, Dirk Michelmann, Elke Appelt, Karla Schmidt, Sascha Neuhäuser (in Vertretung von Juliane Dietrich), Christa Grimme, Cornelia Wagner, Henning Rühe, ebenfalls Gründungsmitglied, war zur Fotoaufnahme nicht anwesend. Fußballverein, Jugendfeuerwehr, Modellbahnclub, Pferdesportfreunde, Vereine gibt es im Harzkreis zuhauf. Die Tatsache stellt Eltern, die auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für ihre Sprößlinge sind, aber häufig vor eine Menge Fragen: Was ist das Richtige für mein Kind? In welchem Verein ist er gut aufgehoben? Wer ist Ansprechpartner? Können wir uns den Mitgliedsbeitrag überhaupt leisten? Genau da setzt die Arbeit des neugegründeten Fördervereins “Jedem Kind sein Verein” an.

“Unser Ziel ist es, den Kindern im Harzkreis die Möglichkeit organisierter Freizeit näher zu bringen – egal aus welchen materiellen Verhältnißen sie stammen.” erläutert Dirk Michelmann, Vereinschef und Leiter der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa). “Wir wollen Eltern und Kindern Schwellenängste nehmen und versuchen eventuelle Geldprobleme zu minimieren, so dass jedes Mädchen und jeder Junge Zugang zu einem Verein hat.”

Die Idee, diesen Förderverein ins Leben zu rufen, hatte die Harzer Bundestagsabgeordnete Heike Bremer (CDU) schon vor einem Jahr. Sie hatte von dem Landesprogramm “Jedem Kind sein Instrument” in Nordrhein-Westfalen gehört. Warum nicht etwas ähnliches bei uns im Harzkreis einrichten, dachte sie damals und fand schnell einige Mitstreiter – und in Wirtschaftsminister Reiner Haseloff einen Unterstützer, mit dem sie sich inzwischen die Schirmherrschaft teilt. Unterstützt wird das Projekt von der KoBa. “Gemeinschaft ist gerade für Kinder etwas ganz Wichtiges”, so Michelmann. “In Vereinen kommen Mädchen und Jungen aus den verschiedenen Schichten zusammen, sind eingebunden, knüpfen Kontakte und stehen dadurch später stabiler im Leben. Das ist erwiesen. “Dass es im Harzkreis dafür wirklich einen Bedarf gibt, hat die Probephase in Blankenburg zusammen mit dem Projektbüro “Zukunft-Harz” gezeigt.

“Beim Kindertag im Juni haben wir die Idee erstmals vorgestellt und Flyer verteilt” berichtet Ute Reimann vom Projektbüro. Bei Gesprächen in den Blankenburger Grundschulen habe sie erfahren, dass Eltern bei der Suche nach dem richtigen Verein für ihr Kind gern an die Hand genommen werden wollen, weil es einfach an Informationen fehlt.” “Und dass es bei den Vereinen an Nachwuchs mangelt, ist auch ein Fakt”, ergänzt Dirk Michelmann. Vom Engagement des Fördervereins würden also nicht nur die Familien, sondern auch die Vereine selbst profitieren. Inzwischen wurde eine Liste mit interessierten Vereinen und freien Trägern in Blankenburg erstellt. “Es wäre aber schön, wenn sich noch mehr Clubs mit ihren Angeboten bei uns melden – vor allem aus der Kernstadt”, so Michelmann.

Spätestens im nächsten Jahr soll die Initiative auf alle Kinder und Jugendliche des Harzkreises ausgeweitet werden. Projektträger ist der Kreis-Kinder und Jugendring – sozusagen als Bindeglied zwischen den Familien und den Vereinen. “Unsere Aufgabe als Förderverein wird bis dahin sein, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und zu informieren.” erklärt der Vereinschef. “Außerdem müssen wir überlegen, wie wir finanzielle Unterstützung einwerben können.” Ideen gibt es einige: Schnuppergutscheine oder Paten, die die Mitgliedsbeiträge für die Kinder übernehmen. Dafür werden schon jetzt interessierte Unterstützer gesucht.

Quelle: Harzer Volksstimme im August 2010
Verfasser und Urheber: Yvonne Sielaff

Veröffentlicht: 11.07.2010 unter Ortsvereine

Andreas Steppuhn stellt Soziale Bürgerarbeit in Ballenstedt vor

„Wir wollen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren“. Mit diesen Worten erläuterte Andreas Steppuhn, Arbeitsmarktexperte der SPD Sachsen-Anhalt, die Grundidee des von ihm und Katrin Budde vorgelegten Diskussionspapiers einer sozialdemokratischen Arbeitsmarktpolitik für Sachsen-Anhalt. Die SPD-Ortsvereine Ballenstedt und Aschersleben hatten Steppuhn eingeladen, mit interessierten Gästen unter anderem über das Konzept der sozialen Bürgerarbeit zu diskutieren. Der Afa-Landesvorsitzende Steppuhn machte auch die Unterschiede zwischen dem SPD-Modell der Bürgerarbeit und dem von der CDU vorgeschlagenen Projekt deutlich. Es sollen Angebote für Menschen geschaffen werden, die eine Perspektive benötigen, um aus der Bedürftigkeit herauszukommen. Die SPD setzt hier auf Freiwilligkeit statt Zwang. Die Arbeiten sollen gemeinwohlorientiert sein und sozialversicherungspflichtig mit Mindestlöhnen entlohnt werden. Der gemeinwohlorientierte Arbeitsmarkt soll von einem Runden Tisch unter Einbeziehung von Sozialverbänden, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Kirchen und Kommunen begleitet werden, um eine breite gesellschaftliche Akzeptanz herzustellen. „Das Konzept der sozialen Bürgerarbeit ist sehr interessant und es ist wichtig, mit den Bürgern darüber zu diskutieren. Das müssen wir in den kommenden Monaten intensiv fortsetzen. Besonders hervorzuheben ist der Qualifizierungsanteil, um einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt weiterhin für jeden zu ermöglichen und zu fördern.“, betonte Wiebke Neumann, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ballenstedt-Falkenstein/Harz.